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Veranstaltung 

Hoyerswerda - 21 Jahre danach
Titel:
Hoyerswerda - 21 Jahre danach
Wann:
Samstag, 03.11.2012 | 

Beschreibung

Vortrag und Diskussion mit der Initiative “Pogrom 91”

Im September 1991 griff im sächsischen Hoyerswerda ein Mob aus Bürgernund Neonazis zwei Wohnheime von AsylbewerberInnen undVertragsarbeiterInnen an. Die BewohnerInnen der Häuser wurde tagelangmit Molotowcocktails, Steinen und Flaschen terrorisiert. Stadt undPolitik wollten die Sicherheit der Nichtdeutschen in Hoyerswerda nichtgewährleisten, stattdessen wurden die Angegriffenen aus der Stadtgeschafft – teilweise direkt zur Abschiebung. Die Polizei ging kaumgegen den rassistischen Mob vor und zeigte sich dafür umsoentschlossener gegen AntifaschistInnen, die eine Demonstration gegen dieZustände in Hoyerswerda durchführen wollten. Hoyerswerda als erstesrassistische Pogrom nach 1945 war der Auftakt einer ganzen Reiherassistischer Übergriffe u.a. in Rostock, Mölln und Solingen. Die Stadtwurde danach zur national befreiten Zone. Nachdem die Asylsuchenden undVertragsarbeiterInnen vertrieben worden waren, jagten die Nazis Linkeund Alternative – zwei Menschen wurden Anfang der 1990er Jahre in derRegion von Nazis ermordet.

 

Die Initiative „Pogrom 91" beschäftigt sich mit der Aufarbeitung derEreignisse von 1991 und fordert ein dauerhaftes Denkmal in Erinnerung an1991 in Hoyerswerda und eine Entschädigung der Betroffenen. In ihremVortrag berichtet „Pogrom 91" über die Ereignisse Anfang der 1990er, dasSchicksal der Betroffenen nach dem rassistischen Pogrom, diebundesweiten Auswirkungen der Ausschreitungen, die in der Abschaffungdes Asylrechts gipfelten und die Erinnerung an die Ereignisse inHoyerswerda, die von Verdrängung und Umdeutung geprägt ist.